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St. Gallen im Mittelalter

Vergangenen Freitag gingen die 4. und 5. Klässler nach St. Gallen um die Spuren des Mittelalters zu erforschen. Habt ihr zum Beispiel schon je den Freiheitsstein gesehen? Und wusstet ihr, dass man sich im Mittelalter dorthin retten konnte, wenn man einen fairen Prozess wollte? Oder könntet ihr sagen, wo die mittelalterlichen Stadttore waren? Wusstet ihr, dass das Karlstor das älteste, noch bestehende Mittelaltertor der gesamten Schweiz ist und dass es gebaut wurde, weil der Abt sich mit der Stadt verskrachte?
Danach waren die Kinder in einem OL aktiv. Dort mussten sie die verschiedenen Stationen noch einmal aufsuchen, um eine spezifische Frage dazu beantworten zu können. Nach einem feinen Mittagessen am Wurststand gingen wir zum Gallusplatz, wo uns Frau Nydegger erwartete. Sie erzählte uns mehr über den Dom. Zum Beispiel lernten wir, dass der Baustil den Glauben der Menschen wiederspiegelt. So stellt der Boden und die unteren Säulen das Erdenleben dar, die Fenster das Fegefeuer und somit den Übergang ins Himmelreich und die Decke dann den Himmel selbst. Es gibt dort 2 Statuen, die nicht vollständig gemalt sind und zwar deshalb nicht, weil man glaubt, sie seien noch nicht wirklich im Himmel angekommen.
Auch die Stiftsbibliothek hat sie uns besser erklärt. So erfuhren wir, dass ein Mann 10 Jahre lang gearbeitet hat, um alle Bücher im Katalog zu beschreiben. Zudem hat das grösste Buch einen Durchmesser von fast einem Meter und es wurden 200 Kühe geschlachtet, um dafür genügend Pergament zu haben. Auch lernten wir, dass es auf dem Klosterareal 3 Bierbrauereien gab. Eine für die Mönche, eine für die armen Menschen und eine für die Reichen.
Nach einem witzigen Hochfangis auf dem Bärenplatz, nahmen wir wieder den Zug Heim. Es war ein lehrreicher und abwechslungsreicher Tag.

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